Einen spannenden Rückblick auf unsere Stadt bietet die digitale “Urmappe”, die ab 1817 auf Geheiß des Kaiser Franz I. erstellt wurde. Eine wesentliche Qualität der Urmappe liegt in der bis dahin unbekannten detaillierten Darstellung unseres Landes. Der Wert der Urmappe als historische Quelle rührt auch daher, dass man dort den Zustand des Landes vor den großen Eingriffen in die Natur, wie etwa den Flussregulierungen, den Stadterweiterungen sowie dem Straßenbau im 20. Jahrhundert, festgehalten ist.
In ihr sind zudem zahlreiche Namen von Orten, Einzelhöfen, Gewässern, Bergen und Fluren eingetragen. Mit Hilfe dieser Daten ist es oft möglich, überlieferte Namen, deren Lokalisierung aber schwierig ist, zuzuordnen.

Kaiser Franz I. hat das denkwürdige Grundsteuerpatent erlassen, das die Grundlage für den nach ihm benannten Franziszeischen Kataster bildete. Die Urmappe ist digital abrufbar und gibt spannenden Einblicke in das Linz von damals. Sein Ziel war, alle Grundstücke der Monarchie exakt zu erfassen und diese Ergebnisse dann zu einer gerechten Berechnung der Grundsteuer heranzuziehen. Die Arbeiten an diesem Kataster wurden nach den einzelnen Ländern durchgeführt und dauerten insgesamt etwa zwei Jahrzehnte, bis er schließlich im November 1844 in Kraft trat.

Das Land ob der Enns (das heutige Oberösterreich) kam dabei erst 1824 an die Reihe. Die Aufnahme erfolgte nach den einzelnen etwa 1.200 Katastral- bzw. Steuergemeinden, innerhalb derer die genau ermittelten Grundparzellen als kleinste Einheit geschaffen worden sind.
>>> Link zur Urmappe: https://www.doris.at/themen/basiskarten/urmappe.aspx
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