Das nennt man wohl eine absolute Win-Win-Lösung: Die im Frühling im Abstiegs-Play off spielenden LASK-Kicker und der Meistergruppen-qualifizierte FC Blau-Weiß Linz tauschen ab sofort ihre beiden Stadien – darauf einigten sich heute die beiden Klubbosse Christoph Peschek und Siegmund Gruber. Auch das auf der Gugl logierende LASK-Zebra wird von Blau-Weiß mit übernommen.
„Wir wollen endlich wieder mal in einem vollen Stadion spielen und eine echte Heimatmopshäre erleben“, heißt es in einer aktuellen Presseaussendung des LASK, der im Frühjahr gegen Granaten wie Wattens, GAK oder Klagenfurt ran muss. Gelingt den Athletikern ein Lauf, könnte es gegen den einen oder anderen Gegner tatsächlich eng werden in deren neuer Heimstätte, dem Donauparkstadion, das bekanntlich nur 5.600 Plätze aufweist. Trainer Schopp: „Zumindest im Westderby gegen Altach erwarte ich mir ein halbwegs volles Haus.“
Jubelstimmung auch beim FC Blau-Weiß Linz: „Aufgrund der bevorstehenden Europacupteilnahme ist es ganz gut, wenn sich meine Buam an größere Arenen gewöhnen, auch wenn die Gugl kein Nou-Camp ist“, kann Blau-Weiß-Weiß Coach Gerald Scheiblehner dem unerwarteten Stadiontausch ebenfalls durchaus Positives abgewinnen.

Eine Altlast müssen die Blau-Weißen jedoch mit dem Umzug in die Raiffeisen Arena übernehmen: Pensionist Gustl Jungbauer (86), der bei den Heimspielen der Athletiker stets das LASK-Maskottchen im Zebra-Kostüm gab, bleibt auf der Gugl: „Ich wohne in der Hitlersiedlung in der Ziegeleistraße, in den Donaupark wär es mir mit meiner KTM Pony zu weit.“ Jungbauer soll nun ein adaptiertes, blau-weißes Tigerkostüm erhalten und als „Gustl, der Blau Weiß-Tiger“ sein Pausen-Comeback feiern.
Auch die Fans stehen dem Projekt optimistisch gegenüber: So unterzeichneten die beiden größten Fanklubs, die schwarz-weißen „Black Kings“ und die blau-weiße „Bierfront Ottensheim“ einen Pakt mit dem Versprechen, die WC-Anlagen der jeweiligen Stadien zumindest bis Ende des Pachtvertrags nicht zu verwüsten.