Vor 12 Jahren – im Jänner 2013 – wurden die Parkgebühren in Linz das letzte Mal erhöht – mit dem Versprechen, die Preise für mindestens fünf Jahre einzufrieren. Eine eigentlich längst fällige Anpassung steht offiziell (noch) nicht im Raum, obwohl es die Inflation längst zuließe, denn aus einem Euro wurden wertmäßig seit damals 1,44 Euro. Andere Citys kassieren mittlerweile höhere Gebühren als Linz. Nicht nur in der Kurzparkzone, auch beim Bewohnerparken ist Linz im Österreich-Vergleich sehr günstig unterwegs.
Es war der damalige SPÖ-Finanzstadtrat Johann “The Swap” Mayr, der im Jänner 2013 die Tarife um 100 Prozent erhöhte, um die schon damals klammen Stadtkassen aufzubessern. Und heute braucht die Stadt mehr denn je Einnahmen.
Aktuell kostet eine Stunde Parken in der Linzer Kurzparkzone zwei Euro. Die Verdoppelung der Tarife wurde 2013 mit dem Versprechen durchgesetzt, dass zumindest fünf Jahre keine weitere Erhöhung kommt. Diese Zeitspanne ist seit mittlerweile sieben Jahren vorbei.
3 statt 2 Euro für eine Stunde Parken?
30 Minuten könnten statt einem bald 1,50 Euro kosten, die ganze Stunde demnach von zwei auf drei Euro erhöht werden – laut Inflationsrate von 2013 bis 2025 wäre eine Erhöhung auf 2,88 Euro gerechtfertigt. Eine Umstellung der Tarife verursacht nicht unerhebliche Kosten, darum gibt es nur selten Preissprünge. In Wien kostet die Stunde Parken aktuell 2,50 Euro, in Graz sind es 2,60 Euro, in Innsbruck 2,80 Euro. Nur die Stadt Salzburg ist mit 1,50 Euro für die Stunde günstiger als Linz.
Rathaus-intern soll es da und dort Begehrlichkeiten einer Erhöhung geben, diese könnte in Verbindung mit einem Anstieg der Bewohnerparkkarten-Tarife erfolgen – diese kosten aktuell 54,40 Euro pro Jahr. Auch dieser Preis ist im Österreich-Vergleich relativ günstig.
Kosten Bewohnerparken/Jahr:
- Linz: 54,40 Euro
- Innsbruck: 148,46 Euro
- Wien: 159,30 Euro
- Graz: 222,30 Euro
- Salzburg: 232,80 Euro
Gegenwind kommt von Michael Raml (FPÖ): „Die Linzer werden seit damals kräftig zur Kasse gebeten, während Einkaufszentren außerhalb von Linz tausende kostenlose Parkmöglichkeiten bieten. Eine weitere Verteuerung wäre das völlig falsche Signal“, so Raml. Nicht jeder habe die Möglichkeit, auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen oder einen teuren Tiefgaragenplatz zu mieten, der oft deutlich über 100 Euro im Monat kostet, so Raml. Lukrativ wäre eine Erhöhung der Parkgebühren allenmal: Pro Jahr kassiert die Stadt für Parkgebühren und Strafen etwa 7 Mio. Euro….