Linz hat sogar zwei Badestrände mitten in der Stadt, Wels nicht mal einen. Auch in Sachen Badeseen hat die Landeshauptstadt die Nase mit 3:0 vorne. Warum eigentlich?
Linz freut sich auf einen Super-Sommer – ganz besonders, nachdem heuer im Frühling der Donaustrand beim Steinmetzplatzl auf gigantische 700 Meter Länge erweitert wurde. So kann man jetzt mitten in der Stadt – gerade mal 500 Meter vom Hauptplatz entfernt – naturnah in der Donau (die übrigens eine weit bessere Wasserqualität aufweist, als viele glauben) baden. Auch beim zentral gelegenen Winterhafen wurde eine große Schotterbank zum Naturbaden geschaffen. Neben den (meist sehr sterilen) Freibädern und den drei großen Badeseen steht die Landeshauptstadt in Sachen Bademöglichkeiten damit wirklich fein da.

Szenewechsel in OÖs zweitgrößte Stadt Wels, die ja bekanntlich an der Traun liegt. Während Linz immer näher an die Donau rückt, lässt die Messestadt seinen Fluss weiter links liegen. Die Traun fließt großteils unbeachtet durch die Stadt, Zugänge zum Wasser gibt es kaum. Pläne und Ideen für einen Traunstrand gab es in letzter Zeit zur Genüge, jetzt sollte es aber endlich mal ans Umsetzen gehen. Ein paar Kleinigkeiten wurden bereis angegangen, der große Wurf fehlt aber. Was ist mit Schotterstränden, Badebuchten und einer großzügigen Abflachung der steilen Böschung, die wie eine Barriere zwischen Stadt und Fluss wirkt?
Wie die vollen Schotterbänke an der Donau in und um Linz beweisen, entspricht naturnahes Baden voll dem Zeitgeist. Wäre schön, wenn Wels diesen Trend nicht (auch noch) verschläft. Liebe Politik: Setzt euch z‘samm und macht Nägel mit Köpfen!