Aktuell gilt auf der Linzer Stadtautobahn ein Tempolimit von 80km/h. „Zu wenig“ sagt der Linzer FPÖ-Stadtrat Michael Raml heute in der OÖ Krone. Er fordert ein Hinaufsetzen der Beschränkung auf 100km/h. Genau in die Gegenrichtung geht die Forderung von Linzplus-Boss Lorenz Potocnik: „60km/h sind genug, mehr geht aufgrund des dichten Verkehrs meist ohnehin nicht. Zudem braucht es vielmehr den Fokus auf die tausenden Menschen, die direkt an der A7 wohnen.“
Konkret will Raml das Tempolimit nur zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens auf 100km/h erhöhen – 20km/h mehr, als aktuell erlaubt sind. Er argumentiert dies damit, dass in den Nachtstunden weniger Verkehr auf der Straße ist und zudem die Lärmschutzmaßnahmen entlang der A7 in den letzten Jahren beträchtlich verbessert wurden.
„Kurzsichtige Klientelpolitik der Autofahrerpartei FPÖ“ nennt Linzplus-Obmann Lorenz Potocnik die Raml-Idee: „Entscheidend ist der Lärm. Eine Geschwindigkeitsreduktion im städtischen Gebiet würde den Lärm drastisch reduzieren. Gerade zur Nachtzeit, wenn die Menschen schlafen wollen, mit dem Tempolimit raufzufahren, da bleibt mir echt die Luft weg.“ Er fordert, statt 80 nur mehr maximal 60 km/h auf der A7 zuzulassen. In Paris habe man Tempo 60 auf der Stadtautobahn bereits erfolgreich umgesetzt. Lorenz Potocnik „Der Zeitverlust sowohl für die Pendler als auch für Linzer wäre minimal: Auf dem vorgeschlagenen Abschnitt zwischen Salzburger Straße und Auhof wäre man mit Tempo 100 nur vier Minuten kürzer unterwegs. Für Pendler, die in der Stadt abfahren, geht es überhaupt nur um rund 2 Minuten.“
Der Linzer Verkehrsreferent Martin Hajart sagt: Wir haben auf der Stadtautobahn ein Sicherheitsthema, weil es in relativ kurzen Abständen viele Auf- und Abfahrten gibt. Zudem sind in den nächsten Jahren einige Baustellen geplant, insofern sehe ich wenig Chancen, das Tempolimit auf 100km/h zu erhöhen.“ Unter dem Strich kann Linz alleine hier aber ohnehin wenig tun: Eine etwaige Erhöhung oder Verringerung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf der A7 obliegt dem Verkehrsministerium.