Seit über 50 Jahren wird am Linzer Freinberg Minigolf gespielt. Eigentlich sollte das Areal seit heuer geschlossen sein, weil es mit Wohnungen erschlossen wird und die Minigolfanlage auf der gegenüberliegenden Straßenseite neu errichtet werden soll. Aber ganz so weit ist es noch nicht: „Es gibt ein Da capo, der historische Platz hängt noch eine Saison an – am Osterwochenende geht‘s los!“, so das neue Betreiberteam.
Minigolf ist der einzige Sport, bei dem man sich wie ein Profi fühlt, wenn man den Ball mit einem einzigen Schlag in das Loch befördert – nur um dann festzustellen, dass man den Schläger verkehrt herum gehalten hat :-)… Minigolf ist für alle, die Großes im Kleinen erleben wollen und für jedem Spaß zu haben sind. Die wichtigste Regel: Je weniger Schläge, desto besser, nach Versuchen pro Bahn wird ein 7er geschrieben.
Seit den 1960er-Jahren wird im Naherholungsgebiet am Linzer Freinberg dieser Mix aus Sport, Spaß, Anbandeln, Small Talk und Unterhaltung gespielt, die herrliche, 5.000 Quadratmeter große, parkähnliche Anlage hat damit bereits Generationen begeistert.
Minigolf entwickelte sich übrigens aus dem traditionellen Golfspiel. Die erste dokumentierte Anlage wurde 1912 in England für Damen errichtet, da Frauen das Spielen auf regulären Golfplätzen gesellschaftlich oft verwehrt wurde. In den 1920er Jahren entstanden in den USA sogenannte „Tom Thumb Golf“-Anlagen, die das Spiel als Freizeitvergnügen populär machten.

1954 standardisierte der Schweizer Paul Bongni das Minigolf mit genormten Bahnen und Hindernissen. Seitdem verbreitete sich der Sport weltweit. Heute gibt es offizielle Wettkämpfe und verschiedene Bahntypen, darunter Beton-, Eternit- und Filzbahnen, die den Minigolf-Sport noch abwechslungsreicher machen.
Am Freinberg wird auf den historischen Bahnen aus den 1960er-Jahren gespielt, es gibt sogar noch einige Schläger aus dieser Zeit, die auf Wunsch auch genutzt werden können. Der Freinberg Minigolfplatz soll ab Ende April jeweils Donnerstag bis Sonntag geöffnet sein.
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Die allgemeinen Regeln:
- Beim Minigolf werden die Bahnen der Reihe nach gespielt. Pro Bahn darf man den Ball maximal sechsmal schlagen.
- Schafft man es nicht, den Ball mit dem ersten Schlag einzulochen, spielt man von dort weiter, wo der Ball liegen geblieben ist. Dabei zählt jeder Schlag als ein Punkt.
- Bleibt der Ball nahe an der Bande oder am Hindernis liegen, darf man diesen eine Breite des Schlägerkopfes entfernt hineinrücken.
- Springt der Ball zwischen Abschlagpunkt und Loch aus der Bahn, setzt man ihn dort wieder ein, wo er hinausgefallen ist.
- Nach dem sechsten Schlag ist’s vorbei und mans schreibt einen 7er in die Punktekarte.
- Gewonnen hat der Spieler mit den wenigsten Punkten nach den 18 Löchern.