Während Bereiche wie der Großhandel weiterhin Umsatzeinbrüche verzeichnen und somit für den insgesamten Umsatzrückgang verantwortlich sind, sticht der Einzelhandel einmal mehr positiv hervor. „Trotz anhaltender Kaufzurückhaltung der Konsumenten kann der Einzelhandel im Vorjahr sowohl ein nominelles Umsatzwachstum als auch ein geringes reales Konjunkturplus verbuchen. Die Umsätze stiegen im Gesamtjahr 2024 österreichweit nominell um +2,1 Prozent bzw. um rd. +1,8 Mrd. Euro. Mit einem Plus von 3,0 Prozent liegt hier Oberösterreich sogar über dem bundesweiten Durchschnitt“, so Martin Sonntag, Obmann der Sparte Handel.
Im Branchenvergleich verzeichnet der Lebensmitteleinzelhandel – die umsatzstärkste Einzelhandelsbranche – das höchste Umsatzwachstum (nominell: +4,3 Prozent), gefolgt von Drogerien (+4,0 Prozent), Schmuck (+3,3 Prozent) und Blumen (3,3 Prozent). Der Elektrobereich (+2,6 Prozent) und der Onlinehandel (+2,0 Prozent) verzeichnen ebenfalls ein Plus.
Zuversicht für 2025
Speziell sinkende Großhandels- und Energiepreise wirken sich positiv auf den Einzelhandel aus. „Steigende Realeinkommen und die WIFO-Prognose, die für 2025 einen leichten Anstieg des BIP prognostiziert, lassen den oö. Handel zuversichtlich auf das heurige Jahr blicken“, so Sonntag. Erfreulich ist in diesem Zusammenhang auch, dass der Einzelhandel inflationsdämpfend wirkt – die Preissteigerungen in diesem Sektor liegen unter der allgemeinen Inflation. Die höchsten Preissteigerungen verzeichnete im Einzelhandel 2024 der Food-Sektor mit 2,6 Prozent, das liegt immer noch unter der allgemeinen Inflationsrate von 2,9 Prozent.