Nach dem Bettelverbot auf der Landstraße weichen die Bettler-Gruppen immer wieder in andere Stadtteile aus. Seit Monaten aktuell betroffen ist die Hauptstraße Urfahr, an beiden Eingängen des Lentia Einkaufszentrums etwa sitzen meist zwei Personen, keiner älter als 30 und laut Nachfrage aus Rumänien/Slowakei stammend. Echte Bedürftigkeit scheint nicht gegeben zu sein.
Der Linzer Ordnungsdienst ist zwar auf der Landstraße aktiv (dort besteht seit 2016 ein sektorales Bettelverbot), greift in Urfahr aber nicht ein, das darf er aber auch gar nicht. Mehr „unbequeme“ Präsenz würde aber wohl dennoch Sinn machen. „Mit echter Bedürftigkeit hat das alles wenig zu tun, die oft jungen Leute sitzen feixend da und spielen mit ihren Handys rum, sehr viele ältere Passanten geben Geld, vom Ordnungsdienst keine Spur“, so ein Anrainer.
Rechtlich ist die Situation schwierig, Betteln ist grundsätzlich erlaubt, einen „Nachweis“ für Bedürftigkeit braucht es nicht. Helfen würde eine punktuelle Ausweitung des Bettelverbots, aber dafür gibt es im Gemeinderat aktuell keinerlei Bestrebungen.
Kommentar
Keine Frage: Betteln ist ein Menschenrecht und das ist auch gut so, ein allgemeines Bettelverbot ist nicht zulässig. Die andere Seite der Medaille: Wenn 20-, 25-Jährige, voll im Saft stehende junge Rumänen oder Slowaken älteren Menschen das Geld aus der Tasche ziehen, ist Schluss mit lustig. Es braucht hier auch mehr Information, beim Geldgeben genau hinzuschauen oder auch mal nachzufragen, denn echte Armut auf den Straßen gibt es sehr wohl.
Keine Frage: Betteln ist ein Menschenrecht und das ist auch gut so, ein allgemeines Bettelverbot ist nicht zulässig. Die andere Seite der Medaille: Wenn 20-, 25-Jährige, voll im Saft stehende junge Rumänen oder Slowaken älteren Menschen das Geld aus der Tasche ziehen, ist Schluss mit lustig. Es braucht hier auch mehr Information, beim Geldgeben genau hinzuschauen oder auch mal nachzufragen, denn echte Armut auf den Straßen gibt es sehr wohl.
Abgesehen davon: Das bestehende sektorale Bettelverbot in der Innenstadt statt von 2016, es wäre höchst an der Zeit für eine Evaluierung inklusive einer Anpassung. Und ja: Junge Leute (und EU-Bürger), brauchen nicht betteln zu gehen. Arbeitskräfte werden an allen Ecken und Enden gebraucht. Dann lieber einem (registrierten) Kupfermuckn-Verkäufer beim Zeitungskauf einen Fünfer oder Zehner in die Hand drücken.
